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Beobachter

Als Teil des Projektteams fungierte ein Ethnologe und Soziologe als Beobachter der Workshops.

Die Rolle des ethnographischen Beobachters diente dazu, den Einfluss des sozialen Kontexts auf die Aushandlung der ästhetischen Prozesse in den Workshops laufend zu reflektieren. Von besonderer Bedeutung war jeweils der Beginn der Workshops, der die Organisation der sozialen Beziehungen, den narrativen Rahmen sowie die Subjektivierungsweisen prägte. Der Beobachter nahm jeweils in den Wahrnehmungsdispositiven teil, um die Prozesse der Entstehung der ästhetischen Erfahrung ethnographisch zu erfassen. In den darauf folgenden Gruppengesprächen achtete der Beobachter auf die sprachliche und interaktive Reaktivierung der ästhetischen Erfahrung aus den Wahrnehmungsdispositiven sowie auf die soziale Dynamik unter den Teilnehmenden.

Dadurch fungierte der Beobachter als zusätzliche Instanz der Reflexion über Funktionsweise, Dynamik und Atmosphäre der Workshops und trug zur fortlaufenden Analyse und Anpassung der sozialen Bedingungen für die Produktion ästhetischer Wahrnehmung in den unterschiedlichen Projektphasen bei.

Die ethnographische Begleitung der Workshops erlaubte zu erforschen, wie die Entstehung und Reflexion der ästhetischen Erfahrungen der Teilnehmenden mit ihrem professionellen Habitus, mit ihrer institutionellen Handlungslogik sowie mit ihrem diskursiven Vorwissen über die Agglomeration wechselseitig in Beziehung stehen. Daraus ist ein ethnographischer Beitrag zur sozio-ästhetischen Konstruktion der Agglomeration in der Planungspraxis entstanden (siehe Agglomerationsdiskurse).

R.J.

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