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Evaluation

Die Partner des Forschungsprojektes, die Abteilung Bau und Planung der Stadt Schlieren und Metron Raumentwicklung AG, nutzen die Ergebnisse als Grundlage für eine Evaluation der Stadtentwicklung in Schlieren für den Zeitraum von 2005 – 2012. Die Nutzung der Wahrnehmungsdispositive im Rahmen der Workshops ermöglichte den teilnehmenden Vertretern der Stadt Schlieren (Manuel Peer, Stadtingenieur; Barbara Meyer, Projektleiterin Stadtentwicklung) und von Metron Raumentwicklung AG (Peter Wolf, Raumplaner; Maren Peter, Raumplanerin) eine umfassende qualitative Auseinandersetzung mit der ästhetischen Dimension räumlicher Veränderung in Schlieren.

Erfolgskontrolle Stadtentwicklung durch die Stadt Schlieren/Abteilung Bau und Planung

Die Stadt Schlieren führt 2013/14 eine umfassende Erfolgskontrolle der Stadtentwicklung seit 2005 und der Umsetzung des von Metron Raumentwicklung erarbeiteten Stadtentwicklungskonzeptes durch. Diese Erfolgskontrolle beinhaltet folgende Bausteine:

  • statistische Auswertung sozial- und wirtschaftsgeographischer Daten
  • Auswertung des Informationsplanes zur Raumbeobachtung
  • Erfassung der Wahrnehmung der Bevölkerung
  • Erfassung der Wahrnehmung der Wirtschaft
  • qualitative Beurteilung der städtebaulichen Entwicklung in Bezug auf die ästhetische Dimension


Ausgehend von den Erfahrungen in den Workshops und auf Grundlage der dabei entstandenen Materialien (vergl. Transfer) entwickelte die Stadt Schlieren ein Raster mit Bewertungskriterien für die Evaluation der Veränderungen im sinnlich-emotionalen, auditiv und visuell erfahrenen Raum. Anhand dieses Rasters sollen die Veränderungen an ausgewählten Standorten in den für die Erfolgskontrolle wesentlichen Gebieten qualitativ beurteilt werden. Diese Beurteilung wird durch die Stadt Schlieren vorgenommen. Die Ergebnisse der Erfolgskontrolle sollen im Frühjahr 2014 vorliegen und in Absprache mit der Stadt Schlieren zusammenfassend auf dieser Website veröffentlicht werden.

Evaluation Stadtentwicklungskonzept Schlieren durch Metron Raumentwicklung AG

Für Metron Raumentwicklung steht die Nutzung der Ergebnisse des Forschungsprojektes in methodischer Hinsicht im Vordergrund. Eine wesentliche Erfahrung in den Workshops war, dass die Einschätzung der Entwicklung am konkreten Ort, welche die beteiligten Planer anhand der Wahrnehmungsdispositive gewinnen konnten, von einer Einschätzung aufgrund von Plänen und statistischen Daten stark divergieren kann. Für zukünftige Planungen stellt sich aufgrund der Evaluation des Stadtentwicklungskonzeptes von Schlieren die Frage, wie die bestehenden Methoden zur Auseinandersetzung mit der Situation vor Ort (wie z.B. Ortsbegehungen bei der Analyse von Problemstellungen) auch auf den weiteren Stufen von Planungsprozessen (Formulierung von qualitativen Zielsetzungen, Überprüfung voraussichtlicher Auswirkungen von Massnahmen) um einen Bottom-up-Ansatz erweitert werden können, der systematisch einen Rückbezug auf den konkreten Standort ermöglicht. Die anhand der Workshops ermöglichte Auseinandersetzung mit den Veränderungen im ästhetischen Raum in Schlieren erlaubte eine Identifizierung von Fragestellungen, welche für die aktuelle räumliche Entwicklung im Limmattal, insbesondere für die Planung und Gestaltung von Aufwertungs- und Verdichtungsprozessen generell bedeutsam sind. Diese fliessen in aktuelle Planungsprojekte von Metron Raumentwicklung AG in der Agglomeration ein.

M.W.

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