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Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren

Ein Forschungsprojekt der Zürcher Hochschule der Künste/Institute for Contemporary Art Research
Projektleitung: Ulrich Görlich, Meret Wandeler
Partner: Stadt Schlieren, Metron Raumentwicklung AG, Staatsarchiv des Kantons Zürich

Das für die Entwicklung der Wahrnehmungsdispositive verwendete visuelle Material stammt aus dem Projekt „Fotografische Langzeitbeobachtung Schlieren“ der ZHdK/IFCAR. Diese Langzeitbeobachtung untersucht während 15 Jahren fotografisch die Entwicklung der Stadt Schlieren, einer Agglomerationsgemeinde westlich von Zürich. Als fotografisches Forschungsprojekt situiert sich die Langzeitbeobachtung im Kontext einer zeitgenössischen topographischen Fotografie, welche sich mit der Ausbildung neuer Stadtlandschaften im suburbanen Raum auseinandersetzt.

Ausgangspunkt bildet das Stadtentwicklungskonzept von Metron Raumentwicklung AG, das Schlieren seit 2005 umsetzt. Die fotografische Langzeitbeobachtung soll sichtbar machen, wie sich die im Stadtentwicklungskonzept vorgeschlagenen Massnahmen für eine nachhaltige Stadtentwicklung und eine «Verbesserung der Lebensqualität und Identität» auf den Lebensraum auswirken. Das Projekt ist als Fallstudie angelegt. Es entwickelt am Beispiel von Schlieren exemplarisch fotografische Methoden zur Visualisierung räumlicher Entwicklungsprozesse in der Agglomeration.

63 Standpunkte für Übersichten werden seit 2005 alle zwei Jahre unter denselben Aufnahmebedingungen wieder fotografiert. Im Unterschied zur Architekturfotografie stellen die Übersichten räumliche Zusammenhänge dar. Sie verfolgen Veränderungen im Zusammenspiel von Gebäuden, Strassenräumen und Freiflächen. Serien von Detailaufnahmen werden alle fünf Jahre fotografiert. Diese zeigen einzelne Objekte, die für die Nutzung und Atmosphäre in den verschiedenen Stadtgebieten charakteristisch sind. Aufnahmestandpunkte befinden sich im Zentrum sowie in den ehemaligen Industriearealen, in denen grosse Neubauprojekte realisiert werden. Parallel dazu beobachtet das Projekt die diskreten, im Alltag kaum wahrnehmbaren Veränderungen in Wohngebieten und Grünräumen. Das gesamte Bildarchiv ist online zugänglich auf der Website www.beobachtung-schlieren.ch.

M.W.

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