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Projektziele

Das Projekt entwickelt anhand des Fallbeispiels Schlieren Grundlagen für eine Erweiterung der Evaluationsmethodologie von räumlichen Veränderungsprozessen in der Agglomeration. Ziel ist die Konzeption und Realisierung von Wahrnehmungsdispositiven aus den Materialien der fotografischen und auditiven Langzeitbeobachtungen Schlieren. Im Rahmen von strukturierten Workshops werden diese Wahrnehmungsdispositive für eine qualitative Untersuchung des sinnlich-emotionalen, d.h. ästhetischen Raums in Schlieren eingesetzt. Die Ergebnisse des Projektes bilden die Grundlage für eine Evaluation der ästhetischen Dimension der räumlichen Veränderungen Schlierens durch die Projektpartner aus der Abteilung Bau und Planung der Stadt Schlieren und von Metron Raumentwicklung AG.

Die Kombination von Fotografie und Klangforschung soll die systematische, multimodale Erschliessung der sinnlich-emotionalen Dimension von räumlicher Veränderung ermöglichen. Indem das Projekt Methoden zur bewussten Wahrnehmung von räumlichen Qualitäten in der Agglomeration erarbeitet, will es einen Beitrag zur Auseinandersetzung mit nachhaltiger Siedlungs- und Landschaftsentwicklung und zur Überwindung der «Anästhetik in der Zwischenstadt» (Thomas Sieverts) leisten. Die Anästhetik von Agglomerationsräumen ist demnach insbesondere darin begründet, dass Strategien zur Erschliessung, gesellschaftlichen Wahrnehmung und Kommunikation über die spezifischen Qualitäten in zwischenstädtischen Gebiete fehlen.

Das Institute for Comtemporary Art Research der ZHdK führt seit 2005 eine fotografische Langzeitbeobachtung der Stadtentwicklung von Schlieren, einer Agglomerationsgemeinde im Zürcher Limmattal durch. Parallel dazu untersucht die Auditory Architecture Research Unit der UdK Berlin seit 2007 die Veränderung der Klangumwelt. Gemeinsamer Referenzpunkt bildet das Stadtentwicklungskonzept von Metron Raumentwicklung AG für Schlieren, das seit 2005 umgesetzt wird. 2013 führen die Stadt Schlieren und Metron Raumentwicklung AG eine umfassende Evaluation dieses Konzeptes durch. Im vorliegenden gemeinsamen Forschungsprojekt von ZHdK/IFCAR und UdK Berlin/AARU wird untersucht, wie das seit 2005 entstehende visuelle und auditive Material für die Konzeption und Realisation von Wahrnehmungsdispositiven nutzbar gemacht werden kann. Wie können die Fotografien und Schallaufnahmen kombiniert, organisiert und präsentiert werden, so dass sie in ihrer Vernetzung Zugang zur ästhetischen Dimension der Stadtentwicklung ermöglichen? Wie können die Wahrnehmungsdispositive von den Akteuren aus Raumplanung und Verwaltung für eine Evaluation von Veränderungsprozessen im sinnlich-emotionalen Raum eingesetzt werden?

Laufzeit des Projektes: Oktober 2012 - September 2013

M.W.

 

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