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Tagung

Mit der Tagung „Ästhetik der Agglomeration. Dispositive zur Wahrnehmung von Transformationsprozessen“ wurde das Forschungsprojekt „Visuelle und auditive Wahrnehmungsdispositive. Zur Erweiterung der Evaluationsmethodik von Stadtentwicklung in der Agglomeration am Beispiel von Schlieren“ abgeschlossen.
Diese Tagung verfolgte drei aufeinander aufbauende Ziele. Erstens, die öffentliche Präsentation der konzeptuellen Basis, Struktur, Methodologie und Ergebnisse des Projektes. Zweitens, eine kritische Kontextualisierung dieses Forschungsvorhabens. Damit ist eine konstruktive und dialogische Prüfung der unterschiedlichen Aspekte dieses Projektes durch Forschungs- und Planungsexperten aus verschiedenen Disziplinen gemeint. Und drittens, über Möglichkeiten der Implementierung einer transdisziplinären Raumforschung und Raumplanung zu debattieren, in dem das Ästhetische konstitutiver Bestandteil werden sollte. Dieses letzte Ziel steht in Einklang mit dem letztendlichen Ziel des Projekts selbst: einen methodologischen Beitrag zur Erfassung und Evaluation der Transformationsprozesse in der Agglomeration durch die Erschließung ihrer ästhetischen Dimension.
Die Tagung, konzipiert folglich als Rahmen für die interdisziplinäre Debatte, war klar strukturiert. Am Vormittag wurden grundsätzliche Konzepte der behandelten Thematik präsentiert. Die Begriffe „Wahrnehmung“, „Ästhetik“ – im allgemeinen Sinn und in seiner spezifischen Ausprägung als „Ästhetik der Agglomeration“ – und „Dispositiv“ – wiederum in seiner weitesten Bedeutung und konkretisiert als „Wahrnehmungsdispositiv“ und als „ästhetisches Dispositiv“, die in diesem Projekt verwendet oder auch entwickelt wurden, wurden in zwei Panels debattiert. Diese grundsätzliche Begriffsklärung bildete einen konzeptuellen Rahmen für die detaillierte Präsentation des Projektes am Nachmittag. Die anschließenden Kommentare trugen dazu bei, kritische Aspekte des Projektes zu beleuchten und bildeten somit einen Übergang zur abschließenden Diskussion. In diesem Rahmen wurde zum einen darüber debattiert, ob die präsentierten Konzepte, Ansätze und Herangehensweisen nützlich für alle Akteuren des Gestaltungsprozesses der Agglomeration sind, und zum anderen in wie fern die Integration des Ästhetischen in diesen Prozess notwendig ist und nach welchen Modellen sie möglich wäre.
In dieser Tagung wurde zum ersten Mal öffentlich über die Validität und Nützlichkeit der in diesem Projekt entwickelten Ansätze und Herangehensweisen für die Raumforschung und Raumplanung diskutiert.

A.A.

 

Tagungsflyer
Tagungsbericht von Sabine von Fischer
Bericht des Observer-in-Residence ZHdK Tobi Müller

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